Mammographie-Screening - KBV pocht auf ausreichende Finanzierung
Freitag, 16. Oktober 2026
Mammographie-Screening ab 45 Jahren
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Altersgrenze für das Mammographie-Screening-Programm abgesenkt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung findet das richtig, mahnt aber gleichzeitig eine gesicherte Finanzierung an. Dem Beschluss des G-BA zufolge haben Frauen künftig schon ab einem Alter von 45 Jahren Anspruch auf eine Brustkrebs-Vorsorge durch Mammographie. Das sei zu begrüßen, betonen die KBV-Vorstände Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner lauter einer Mitteilung. „Denn Mammographie-Screening rettet Leben. Allerdings sei auch gesagt: Die Finanzierung dafür muss, wie auch bei anderen Präventionsleistungen, gesichert sein.“ Das KBV-Führungstrio verweist auf das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz, wonach fast alle extrabudgetären Untersuchungen und Behandlungen, darunter auch Früherkennungsuntersuchungen, ab Januar 2027 einer Budgetierung unterliegen. Eigentlich sei es politischer Konsens gewesen, Prävention zu fördern und auszubauen. „Doch mit ihrem Spargesetz droht die gleiche Politik, sinnvolle Präventionsansätze, wenn nicht wieder zunichtezumachen, so doch deutlich zu erschweren“, kritisieren Gassen, Hofmeister und Steiner. Wichtig sei der KBV bei der Entscheidung des G-BA gewesen, dass das organisierte Screening-Programm für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren ab 1. Januar 2028 zur Verfügung stehe. Mit der Absenkung der Altersgrenze veränderten sich auch Art und Umfang des Früherkennungsprogramms, erklärte der KBV-Vorstand. Aktuell richtet sich das Angebot an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Der Entscheidung des G-BA vorausgegangen war eine ausführliche Prüfung von Studien durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Es kam in seinem Evaluationsbericht von August 2021 zu dem Ergebnis, dass auch in der Altersgruppe zwischen 45 und 49 Jahren der Nutzen der Untersuchung höher sei als das Risiko. |
